Projekte und Kunst von Kai Kostack | 3D | Animation | Visualisierung

Kamera-basierende Umgebungsverdeckung

Mit den neuen Möglichkeiten von Micro-Displacements in Blender kommen auch neue Einschränkungen hinzu, insbesondere die (noch) nicht sinnvoll eingeschränkte Menge an unterteilter Geometrie kann da schnell zum Flaschenhals werden. Für mein Vesta Asteroid-Video habe ich daher ein recht einfaches Kamera-Setup zusammengebastelt, welches Geometrien außerhalb des sichtbaren Bereichs der Kamera ausmaskiert und somit von der automatischen Unterteilung ausschließt. Dazu wird lediglich der Vertex Weight Proximity-Modifier und der Mask-Modifier verwendet. So kann man jede Menge Speicher und Renderzeit einsparen. In folgendem Video gebe ich einen flüchtigen Einblick in die Funktionsweise.

Blend-Datei: Camera_Occlusion_Culling_Planet.zip
Posting auf blenderartists.org

Vesta Asteroid-Animation

Das neue Micro Displacement-Feature von Blender ermöglicht hochdetaillierte Oberflächen von – unter Open Source-Programmen – bisher ungekanntem Ausmaß. Die Basis des folgenden Demos bilden Daten der Raumsonde Dawn, die 2011 den Asteroiden Vesta vollständig vermessen hat. Aus diesen Daten wurde dann ein digitales Terrainmodell (DTM) erstellt, welches auf eine Kugel gemappt den Asteroiden naturgetreu wiedergibt.

Links:
https://de.wikipedia.org/wiki/Dawn_(Raumsonde)
https://de.wikipedia.org/wiki/(4)_Vesta

Einsturzsimulation eines 11-stöckigen Gebäudes in Chennai, Indien

Mein Kollege Oliver Walter und ich haben uns eines ersten Einsturzfalles außerhalb unserer Forschungsarbeit für Inachus angenommen. Dieser betrifft ein zum damaligen Zeitpunkt im Bau befindliches Hochhaus in Chennai, Indien, welches im Jahre 2014 während eines Unwetters einstürzte. Wir haben verschiedene Theorien überprüft und einander gegenübergestellt, um die Ursache für diese Katastrophe einzugrenzen und wenn möglich festzustellen.

Helixnebel in 3D (NGC 7293)

Weltraumwoche! Gleich zwei Videos zum Thema gemacht, einmal vom Helixnebel und dann nochmal von der Mondoberfläche mit neuer Technologie in Blender.

Dieses Video hier zeigt den Helixnebel gerendert als volumetrisches Objekt mit Blender Cycles. Das bemerkenswerte ist, dass die Gesamtheit dieser komplexen 3D-Struktur mittels eines umfangreichen Shaders aus einem einzelnen Foto herausgerechnet worden ist.

Nachtrag:
Am 20.08.2016 erhielt ich Post vom Royal Observatory in London, Greenwich – genau! dem Ursprung des Nullmeridians – mit der Anfrage, dass deren Astronomen gern erfahren würden, wie ich es denn geschafft habe, diese Bilder auf Basis eines nur einzelnen Fotos zu erzeugen. Deren Planetarium-Inhalte werden nämlich auch mit Blender gemacht und sie wollen mit meiner Technik experimentieren. – Wenn das mal keine Ehrung ist. :)

Micro Displacement – Unbegrenztes Detail jetzt auch offiziell möglich

Blender bekommt wieder einmal ein neues spektakuläres Feature spendiert, welches Oberflächen in nahezu unbegrenztem Detailgrad zu erzeugen erlaubt. Während des Renderings werden hierbei geometrische Oberflächen selbstständig adaptiv unterteilt, sodass hochauflösende Texturen zur Verformung der Oberflächen eingesetzt werden können. Damit sind jetzt Displacement-Auflösungen möglich, die man bisher nur von proprietären Renderern und aus Hollywood-Produktionen kannte. Der Hobby-3D-Artist bekommt somit nun kostenlos dieselben Möglichkeiten an die Hand, die früher nur der Filmindustrie vorbehalten waren.

Jene die mir folgen, werden sich an meine älteren Mond-Animationen erinnern, dieses habe ich mit der neuen Technik erneut gerendert. Der gesteigerte Detailgrad ist deutlich sichtbar.

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