Archiv der Kategorie: Allgemein

EarthBlend Demo #1 – Atmosphärische Strömungssimulation

Ich hab ein kleines Nebenprojekt begonnen, dass sich mit der Simulation von Planetenentwicklung im Allgemeinen und des Erdklimas im Speziellen befasst – allerdings nur in stark vereinfachtem Maße. Eines der Hauptziele dabei ist es, die Gaia-Hypothese zu veranschaulichen und erlebbar zu machen.

In einem ersten Schritt habe ich Verwaltungs- und Darstellungsmöglichkeinten geschaffen, sowie eine erste rudimentäre Strömungssimulation auf Basis der Lattice-Boltzmann-Methode.

Nostalghia Kurzfilm & Kunstinstallation

Hier ist ein kleiner animierter Kurzfilm, den wir als Teil einer Kunstinstallation für einen finnischen Künstler produziert haben, welche im Helsinki Art Museum Ende des Jahres zu sehen sein wird.

Author & Producer
JAAKKO NIEMELÄ
https://www.hietanenniemela.com

Cinematography, Animation & Co-Authors
KAI KOSTACK, OLIVER WALTER
Virtual Validation Corporation
http://kostackstudio.de
https://www.luo-light.com

Software Development & Support
MARTIN FELKE
KAI KOSTACK
https://www.youtube.com/user/scorpion8182/videos

Animated and rendered in Blender
http://blender.org

Music
“Miserere mei, Deus”
Composed by ALESSANDRO SCARLATTI
Performed by LA STAGIONE ARMONICA
Conducted by SERGIO BALESTRACCI
https://stagionearmonica.com

Supported by
Kone Foundation and Alfred Kordelin Foundation
https://koneensaatio.fi
https://kordelin.fi

Strömungssimulation Prototyp-Entwicklungsvideo

Neue Software-Funktionen müssen intensiv getestet werden, um sicherzustellen, dass sie auch zuverlässig funktionieren. Dieses Video ist eine Zusammenstellung von Tests aus der frühen Entwicklungsgeschichte des Air-Drag-Pressure-Features für den Blender Fracture Modifier. Ursprünglich entwickelt für die Simulation des gesunkenen U-Boots ARA San Juan (https://youtu.be/QLf_yD-lpF0), kann dieses Tool aber generell zur Simulation des Strömungswiderstands für alle Arten von physikalischen Medien verwendet werden.

Fortgeschrittene Flugzeugcrash-Simulation

Physik ist kompliziert, daher scheren sich viele 3D-Artists auch nicht viel um echten Realismus, Hauptsache, es passiert das, was im Drehbuch steht. Ich habe den Spieß mal umgedreht und versuche mit spezialisierter Software (BCB), echten Materialeigenschaften, Massen und Festigkeiten zu simulieren, wie sich Objekte im wirklichen Leben verhalten würden. Live Action aus dem Computer gewissermaßen.

Es erscheint widersprüchlich, aber bevor man ein 3D-Modell für realistische Zerstörungssimulationen benutzen kann, muss man vorher sicherstellen, dass es ohne äußere Einflüsse auch intakt bleibt. Software-Beschränkungen oder Bugs können das zusätzlich erschweren. Hier ist ein Potpourri aus Fehlschlägen auf dem langen Weg zum Erfolg.

Germanwings-Paper und schlechte Quellenrecherche

Beim Überfliegen eines wissenschaftlichen Papers über den Germanwings-Flugzeugabsturz ist mir heute mein eigenes Video untergekommen, das auch einen Flugzeugabsturz zeigt. Allerdings war der Verweis nicht so wie man denken würde, sondern man hat auf einen Fake News-Beitrag eines Fake Nachrichtenportals verwiesen, wo ein Ausschnitt meines Videos einfach unerlaubt hineingeschnitten war. Und dieses “News-Portal” hat mein Video seinerseits wiederum von Liveleak geklaut, wo es vorher auch bereits ohne meine Erlaubnis hochgeladen worden ist… Da weiss man manchmal gar nicht mehr, ob man nun lachen oder weinen soll.

germanwings-fake

3D-Rekonstruktion der Trümmer der Morandi-Brücke

Für eine geplante Revision der frühen Simulationen der Morandi-Brücke, ist dieses 3D-Modell mittels photogrammetrischer Methoden aus dem vorhandenem Bildmaterial entwickelt worden. Dies wird insbesondere zur Validierung der Simulationsergebnisse von Nutzen sein, kann aber auch für sich genommen schon Rückschlüsse auf den Verlauf zulassen.

Es handelt sich genau genommen um mehrere 3D-Rekonstruktionen, aufgenommen zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Aufräumarbeiten, welche zur besseren Veranschaulichung übereinander geblendet werden. Dadurch kann man einen besseren Eindruck der einzelnen Trümmerschichten bekommen, welche sonst nicht direkt ersichtlich ist.

Ein Überlegung ist auch jene, die Trümmerteile in 3D nachzuformen und per Keyframe-Animation an die entsprechenden Originalpositionen an der intakten Brücke zurückzuführen, um so einen besseren Überblick über die tatsächliche Einsturzdynamik, oder mindestens der Bewegungsrichtungen, zu erhalten.

Verbessert werden könnte dieser Ansatz durch den Einsatz einer Kombination von Rigid Body-Simulation und Keyframe-Animation um überdies Kollisionen zu ermöglichen, obwohl die Trümmerteile trotzdem auf ihre vorgegebenen Endpunkte geführt werden. Allerdings könnte sich das in der Praxis als sehr schwierig erweisen und macht daher intensivere Forschung nötig, könnte aber in Zukunft ein interessanter Ansatz für die Rekonstruktion solch katastrophaler Ereignisse sein.